Bad Meinberger Mineralquellen
Die erste südöstlich des früheren Dorfes Meinberg bekannte Quelle wurde Mitte des 17. Jahrhunderts zum Baden benutzt. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts hatte sich die heilende Wirkung des Meinberger Wassers weit über Lippe hinaus herumgesprochen, so dass auch aus der weiteren Umgebung Kranke ins Lippische kamen, um sich bei einem Bad zu laben.
Der Landphysikus Dr. Johann Erhard Trampel nahm 1762 die erste chemische Untersuchung des Wassers vor. Trampels Ergebnisse waren so vielversprechend, dass 1767 als erste offizielle Badesaison in Meinberg gilt.
Um 1770 begannen die Meinberger mit der Abfüllung von Mineralwasser-Flaschen, um das kostbare Gut auch ausserhalb des Lippischen geniessen zu können.
Im 19. Jahrhundert hatten die Meinberger und ihr Mineralwasser starke Fürsprecher: Die im Volk sehr beliebte Fürstin Pauline zur Lippe, Ehefrau des lippischen Fürsten Leopold I., suchte den Badeort unweit ihrer Residenz bis zu ihrem Tod im Jahr 1820 regelmässig zu wohltuenden Anwendungen auf.
Kaum weniger Bedeutung hatte der Brunnenarzt Dr. Carl Piderit, der ab 1836 zwölf Jahre lang in Bad Meinberg wirkte. Sein Einfluss war so gross, dass zahlreiche Prominente, wie der Komponist Albert Lortzing, in den lippischen Kurort kamen.
Das 20. Jahrhundert begann mit freudigen Ereignissen: Erstmals gab es in einer Saison 1000 Kurgäste, und 1903 erhielt Meinberg offiziell den Status "Badestadt".
Die nächsten Jahrzehnte brachten Höhen und Tiefen. Erst nach 1949 ging es unter Regie des Landesverbandes Lippe aufwärts. Ende der 50er bis Mitte der 60er Jahre erlebte Bad Meinberg mit mehr als 30.000 Kurgästen pro Saison seine Blütezeit.
Nachdem sich die Rahmenbedingungen der Gesundheitspolitik gewandelt haben, ist Bad Meinberg jetzt auf gutem Weg, um sich durch eine Neupositionierung die gute Basis für die künftigen Entwicklungen zu verschaffen.
Staatl. Bad Meinberger Mineralbrunnen
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