Lumineszenzdatierung

- Blick vom Seiteneingang zur Kuppelgrotte mit Resten einer Petrusskulptur. Foto: Robin Jähne
Das Projekt "Lumineszenz-Datierung an den Externsteinen" widmete sich erneut einem der zentralen Rätsel der Externsteine, dem Alter der Grotten in der Felsenstätte.
Das Forschungsprojekt ergab, dass zwei bodennahe Feuerspuren in der Haupt- und Nebengrotte aus dem Spätmittelalter stammen und eine weitere Spur hochmittelalterlich oder jünger ist. Sie gehen auf Herdstellen der damals hier lebenden Einsiedler zurück. Diese Erkenntnisse stehen im Einklang mit dem bisherigen Forschungsstand.
Entgegen den bisherigen Erkenntnissen erbrachte die Untersuchung der Bohrkerne aus der branderhitzten Decke der Kuppelgrotte jedoch ein höheres Alter: Während eine Brandspur aus ottonischer Zeit (10. Jh.) stammt, konnte für eine zweite nur ein Höchstalter ermittelt werden, sie entstand nach 735. Die Spuren sind sehr wahrscheinlich Relikte der Schaffung der Kuppelgrotte durch das alte Verfahren der Feuersetzung (Brandsprengung).



