Prävention und Gesundheitsförderung

Beide Begriffe haben etwas gemeinsam, nämlich die Erzielung eines Gesundheitsgewinns. Der Begriff Prävention oder besser Krankheitsprävention entwickelte sich in der Sozialmedizin des 19. Jahrhunderts.
Er bezeichnet die Bemühungen, das Auftreten von Krankheiten durch das Ausschalten und die Zurückdrängung der auslösenden Faktoren zu vermeiden. Der Begriff der Gesundheitsförderung hingegen, ist auf der WHO-Konferenz in Ottawa 1983 geprägt worden.
Ziel der Gesundheitsförderung ist die Verbesserung der Lebensbedingungen bzw. die Veränderung des Lebensstils zur Stärkung der individuellen Gesundheit. Im Fall der Prävention geht es also um Vermeidungsziele gekoppelt mit einer Vermeidungsmotivation, während es bei der Gesundheitsförderung um Annäherungsziele gekoppelt mit einer Annäherungsmotivation geht. Wenn wir die Entwicklung unserer kurativen, also krankheitsbehandelnden, Systeme anschauen, kommen wir zu dem Schluss, dass diese Systeme angesichts der sog. Volkskrankheiten, die sich hauptsächlich aus der demografischen Entwicklung ergeben, an soziale, ökonomischen und medizinischen Grenzen stoßen. Wir sollten also nicht mehr "leichtfertig" warten, bis wir krank werden, um dann mithilfe der Medizin geheilt zu werden. Stattdessen sollten wir nach präventiven und gesundheitsfördernden Strategien greifen, um die sozialen und ökonomischen Herausforderungen des veränderten Krankheitsspektrums bewältigen zu können.

Was heißt das für unsere Lebenswelt? Kohlenhydratverbrauch minimieren und mehr Bewegung.