Parkanlagen

Historischer Kurpark Bad Meinberg

Der 6,25 ha große historische Kurpark eines der ältesten Mineral- und Moorheilbäder Deutschlands wurde im Spätbarock ab 1767 angelegt und immer wieder den Erfordernissen eines modernen Kurbetriebs angepasst und erweitert.Von dem Landschaftsgarten des 19. Jahrhunderts sind bis heute ein großer Teil des alten Baumbestandes und ein Schneckenberg erhalten. Im 20. Jahrhundert kamen drei weitere Areale hinzu. Der 1932 fertig gestellte Berggarten ist durch eine geometrische Gestaltung bestimmt, deren prägendes Element eine große zentrale Treppenanlage ist. Aufwändig gestaltete Pflanzbeete führen zum Kurpark am See mit einer zwölf Meter hohen Fontäne. Schließlich ist der Länderwaldpark zu nennen. Auf 40 ha wurden hier in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts verschiedene Waldlandschaften aus insgesamt 14 Regionen der Erde angelegt, die durch weite offene Wiesenflächen miteinander verbunden sind.

Seekurpark Bad Meinberg

Von 1952 bis 1955 wurde nach Plänen von Hermann Niemeyer der Kurpark am See angelegt. Er ist vom historischen Kurpark über Pflanzenbeete mit Wechselbepflanzung erreichbar. Hier erwartet den Gast in den Monaten Mai bis Oktober von 9:00 bis 11:00 und 15:00 bis 17:00 Uhr eine 12 Meter hohe Fontäne. An seiner Stelle befand sich zuvor der sogenannte Seerosenteich, der ziemlich versumpft war.

Länderwaldpark Silvatikum Bad Meinberg

Ende der fünfziger Jahre wurde in Bad Meinberg über eine Erweiterung der Parkanlagen nachgedacht. Die drei vorhandenen - der Historische Kurpark, der Seekurpark und der Bergkurgarten - reichten aufgrund der enorm ansteigenden Kurgastzahlen nicht mehr aus. Der Landesforstmeister Dr. Arnold Splettstößer hatte den Gedanken, einen für Deutschland ganz neuartigen Kurpark zu schaffen, einen Länderwaldpark, geordnet nach unterschiedlichen Landschaften der Erde. Die Bäume sollten in einer weitläufigen Grünlandschaft angepflanzt werden. Dr. Splettstößers Ziel war es, möglichst viele fremde Gehölze in diesem Park zusammenzutragen, um die Verträglichkeit und die Vitalität der verschiedenen Arten in unserer Region nachzuweisen. Das benötigte Gelände im Umfang von ca. 36 ha wurde durch den Landesverband Lippe, dem Träger des Staatsbades Meinberg, von mehreren ortsansässigen Landwirten angekauft. 1961 wurde mit dem Wegebau begonnen und 1962 entstanden dreizehn je ca. 1 ha große Waldlandschaften. Sieben der Waldlandschaften sind in Mittel- und Südeuropa beheimatet, außerdem wurden vier nordamerikanische und zwei ostasiatische Waldlandschaften geschaffen. Das später angelegte vierzehnte Gebiet stammt aus dem Kaukasus. Dr. Splettstößer prägte für den neuen Länderwald die vom lateinischen “silva” (Wald) abgeleitete Bezeichnung “Silvatikum”. Die damalige Gartenbauabteilung des Staatsbades Meinberg und die Forstabteilung des Landesverbandes Lippe pflanzten 36.000 Bäume und Sträucher auf einer Fläche von ca. 12 ha. Auf den verbleibenden Flächen entstanden Wiesen und Wege. Die Wege des Silvatikums werden gern für erholsame Spaziergänge und Wanderungen genutzt.

Bergkurpark Bad Meinberg

Im Jahre 1932 wurde nördlich vom historischen Kurpark auf einer Fläche von ca. 3 ha zwischen Stern und Schanzenberg der Bergkurpark fertiggestellt. Dieser terrassierte Park ist durch seine geometrische Gestaltung bestimmt. Prägende Elemente sind die großzügige zentrale Treppenanlage und die Natursteinmauern mit diversen Steingartengewächsen. Rosenbeete, Strauchgruppen und Buchs lockern diesen Garten auf. Der Garten der Sinne soll die Sinne anregen. Die Planungen stammen vom Gartenarchitekten Pieper aus Bielefeld, mit dem als ausführender Gartenmeister Hermann Niemeyer nach Bad Meinberg kam.

Kurpark Holzhausen

Klein aber fein so kann der Kurpark in Holzhausen bezeichnet werden. Er hat einen reichhaltigen Baum- und Buschbestand, mit 36 Arten aus 3 Erdteilen. Bäume vom Ahorn bis zur Zeder geben diesem Kleinod seinen besonderen Reiz. Höhepunkt sind der Mammutbaum und der Ginkgo. Der Kurpark lädt somit nicht nur zum Entspannen ein, sondern auch zum Staunen. Ein atemberaubender Blick, Bänke zum Verweilen und ein Ort der Ruhe und natürlich der guten Luft.